Ein Inserat spricht dich mit «Du» an, die Kontaktperson schreibt aber förmlich. Welche Anrede passt in deine Bewerbung? Es gibt keine Formulierung, die für jede Organisation richtig ist oder eine Einladung garantiert.
Hinweise im konkreten Kontakt prüfen
Lies Inserat, Bewerbungshinweise und bisherige Nachrichten. Achte darauf, wer dich wie anspricht und ob eine bestimmte Anrede ausdrücklich angeboten wurde. Eine lockere Markenkommunikation ist nicht automatisch eine persönliche Einladung zum Du.
Die UZH-Hinweise zum Motivationsschreiben helfen beim Aufbau eines stellenbezogenen Schreibens. Für die Anrede bleiben die konkreten Hinweise der angesprochenen Organisation entscheidend.
Eine Form wählen und beibehalten
Wenn du dich für «Sie» entscheidest, wechsle im selben Schreiben nicht unbeabsichtigt zum «Du». Dasselbe gilt umgekehrt. Prüfe Anrede, Pronomen und Grussformel gemeinsam.
Zwei fiktive Einstiege zeigen den Unterschied:
- Förmlich: «Guten Tag Frau Beispiel, Ihre ausgeschriebene Stelle im Kundenservice interessiert mich …»
- Bei angebotenem Du: «Hallo Anna, eure ausgeschriebene Stelle im Kundenservice interessiert mich …»
Namen und Situation sind erfunden. Übernimm weder eine persönliche Anrede noch einen Namen ungeprüft.
Bei Unklarheit kurz nachfragen
Wenn es eine geeignete Kontaktmöglichkeit gibt, kannst du fragen: «Welche Anrede bevorzugen Sie für die Bewerbung?» Ohne weiteren Hinweis ist eine höfliche, zurückhaltende Form eine mögliche Entscheidung, aber keine verbindliche Regel für alle Schweizer Arbeitgeber.
Prüfe unabhängig vom verwendeten Schreibwerkzeug selbst, ob Ton und Aussagen zu dir und zum Kontakt passen. Ein automatisch erstellter Text kann diese Entscheidung nicht für dich bestätigen.
Dein Schlusscheck
- Welche konkrete Information stützt deine Wahl?
- Ist die Anrede im ganzen Text einheitlich?
- Sind Name, Rolle und Bezug auf die Stelle korrekt?


