Wer sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt bewirbt, kennt das Gefühl: Manchmal hagelt es Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, und manchmal herrscht wochenlang absolute Funkstille. Der Grund dafür ist oft nicht dein Lebenslauf oder dein Motivationsschreiben, sondern die simple Tatsache, dass der Arbeitsmarkt in der Schweiz starken saisonalen Schwankungen unterliegt. Zu wissen, wann Unternehmen am aktivsten rekrutieren, kann dir einen massiven Vorteil bei der Jobsuche verschaffen und dir viel Frust ersparen. In diesem Artikel schauen wir uns an, welche Monate sich besonders für Bewerbungen eignen und wie du deine Strategie entsprechend anpassen kannst.
Die Hoch- und Tiefphasen der Jobsuche
Der Rekrutierungszyklus in Schweizer Unternehmen folgt einem ziemlich vorhersehbaren Muster, das eng mit den Budgetzyklen und den Ferienzeiten verknüpft ist.
Der absolute Höhepunkt der Rekrutierung ist traditionell der Jahresanfang. Im Januar und Februar sind die Budgets für das neue Jahr freigegeben, und viele Abteilungen wollen ihre offenen Stellen so schnell wie möglich besetzen, um die Jahresziele zu erreichen. Wenn du in dieser Zeit aktiv suchst, triffst du auf eine hohe Anzahl offener Positionen, aber natürlich auch auf viele Mitbewerber.
Ein zweiter, etwas kleinerer Peak findet oft im September und Oktober statt. Die Sommerferien sind vorbei, die Entscheidungsträger sind zurück am Schreibtisch, und es gibt oft noch Restbudgets für das laufende Jahr, die aufgebraucht werden müssen oder es wird bereits für das erste Quartal des Folgejahres geplant.
Auf der anderen Seite gibt es die berüchtigten «Saure-Gurken-Zeiten». Die Sommerferien (Mitte Juli bis Mitte August) und die Weihnachtszeit (Mitte Dezember bis Anfang Januar) sind notorisch langsam. HR-Abteilungen sind unterbesetzt, Führungskräfte sind abwesend, und Entscheidungsprozesse ziehen sich in die Länge. Wer in diesen Zeiten Bewerbungen verschickt, braucht oft viel Geduld.



