Einer der hartnäckigsten Mythen rund um die Bewerbung in der Schweiz dreht sich um die Angabe von Referenzen im Lebenslauf. Darf man sie weglassen? Sollte man sie erst auf Anfrage angeben? Und wer eignet sich überhaupt als Referenzperson? Gerade wer im Moment vom RAV betreut wird oder sich nach einer längeren Pause bewirbt, fühlt sich bei diesem Thema oft unsicher. In diesem Artikel des PARAT Magazin klären wir die wichtigsten Fragen zu Referenzen im Schweizer Lebenslauf und zeigen dir, wie du sie strategisch clever einsetzt.
Die häufigsten Fehler bei Referenzen
Oft wird das Thema Referenzen stiefmütterlich behandelt. Ein klassischer Fehler ist der Satz «Referenzen auf Anfrage». Dieser Satz bringt dem Leser deines Dossiers absolut keinen Mehrwert – er ist eine Selbstverständlichkeit und vergeudet nur kostbaren Platz in deinem Lebenslauf. Ein weiteres No-Go: Referenzpersonen angeben, die du vorher nicht gefragt hast. Ein Personaler, der unangemeldet bei deinem ehemaligen Vorgesetzten anruft, trifft diesen vielleicht auf dem falschen Fuss an. Die Folge: Eine unvorbereitete und möglicherweise ungünstige Auskunft. Ebenfalls problematisch ist es, Personen aus dem rein privaten Umfeld (z. B. Freunde oder Familie) anzugeben, es sei denn, du bewirbst dich für deine allererste Stelle und hast noch keinerlei Berufserfahrung.
Drei Tipps für die perfekten Referenzen
Damit dir deine Referenzen den Weg zum neuen Job ebnen, solltest du strategisch vorgehen. Hier sind die wichtigsten Tipps für den Schweizer Arbeitsmarkt:
- Wähle relevante Personen: Die besten Referenzen sind ehemalige direkte Vorgesetzte oder HR-Verantwortliche, die Auskunft über deine Arbeitsleistung, dein Verhalten und deine Zuverlässigkeit geben können. Bei Führungspositionen können auch ehemalige Mitarbeitende oder wichtige Kunden aussagekräftig sein.
- Vorher fragen ist Pflicht: Kontaktiere deine Wunsch-Referenzen du ihre Kontaktdaten in die Bewerbung schreibst. Informiere sie kurz darüber, für welche Stelle du dich bewirbst und frage, ob sie bereit sind, dir eine positive Referenz zu geben. So sind sie vorbereitet, wenn der Anruf kommt.


