Jeden Monat publiziert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die neuesten Zahlen zur Arbeitslosenquote in der Schweiz. Für viele Stellensuchende und RAV-Kunden sind das abstrakte Prozentwerte. Doch wer weiss, wie man diese Daten richtig liest, kann entscheidende Vorteile für die eigene Stellensuche ableiten. Wir zeigen dir, warum die offizielle Quote oft trügt und wie du die wahren Trends im Arbeitsmarkt erkennst.
Die offizielle Quote vs. die Realität
Wenn du in den Nachrichten von der offiziellen SECO-Arbeitslosenquote hörst (oft um die 2% bis 3%), dann ist das nur die halbe Wahrheit. Diese Zahl erfasst ausschliesslich Personen, die offiziell bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos gemeldet sind.
Was diese Statistik nicht zeigt:
- Personen, die ausgesteuert wurden und keine Taggelder mehr beziehen
- Menschen in Umschulungen oder RAV-Programmen
- Arbeitssuchende, die sich aus Scham oder anderen Gründen nicht beim RAV melden
Das Bundesamt für Statistik (BFS) misst die Erwerbslosigkeit nach internationalen Standards der ILO (International Labour Organization). Diese Quote liegt in der Schweiz traditionell deutlich höher als die SECO-Quote. Wenn du also das Gefühl hast, die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sei grösser, als die SECO-Zahlen vermuten lassen, dann täuschst du dich nicht.



